„Sie sind die Menschen, die vor Ort den Unterschied machen!“ So begrüßt die Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen, Silke Gorißen, die gut 80 Gäste des Regionalforums am
Dienstag, 3. März im Haus der Vereine in Geldern-Pont. Eingeladen hatte die LEADER-Region „Leistende Landschaft“ (Lei.La) und zahlreiche haupt- und ehrenamtliche Macher:innen aus den Mitgliedskommunen Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal waren der Einladung gerne gefolgt. Neben Ministerin Gorißen waren die vier Bürgermeister, der Landtagsabgeordnete der Region, das Regionalmanagement, die Bezirksregierung sowie zahlreiche ehemalige und aktuelle Projektträger vor Ort. Reger Erfahrungs- und Ideenaustausch zwischen den Teilnehmenden und viele Anregungen für die tägliche Projektarbeit prägten den Abend.
Ein neuer Gemeinschafts- und Begegnungsgarten für Wetten, die Ausstattung für das neue Bürgerzentrum in Kapellen, eine innovative Azubimesse, coole Skateparks, die Umnutzung einer alten Kirche oder eine Ortsteil-verbindende
Radroute… Das alles und noch vieles mehr wurde hier vor Ort mit der LEADER-Förderung von EU und Land realisiert. Insgesamt wurden in der laufenden Förderphase bereits rund 2 Million Euro festverplant und 1 Million Euro Projektbudget stehen für die zweite Hälfte der Förderphase bis 2028 noch zur Verfügung. Das Programm lebt von den Ideen und vom Engagement der Menschen in der Region und von deren Zusammenwirken für die lebenswerte und zukunftsfähige Entwicklung vor der eigenen Haustür.
„LEADER unterstützt die Menschen vor Ort, die Zukunft ihrer Heimat aktiv zu gestalten – engagiert, gemeinschaftlich und mit genau den Projekten, die ländliche Regionen, wie hier den Niederrhein, lebendig und lebenswert machen“, wirbt Silke Gorißen für das Programm und freut sich sichtlich, dass so viele engagierte Menschen die Chance zum Austausch nutzen. Sie betont: „Ihr Engagement zeigt, wie viel Stärke und Innovationskraft in unseren ländlichen Räumen steckt – machen Sie weiter so und bringen Sie Ihre Impulse auch künftig aktiv in die Region ein.“
Beim anschließenden Podiumsgespräch kamen alle vier Bürgermeister und auch Projektträger zu Wort. Deutlich wurde, dass dank des Budgets von LEADER die ehrenamtlichen Akteure in der Region mit eigenen Ideen aktiv werden können: „Die Selbstwirksamkeit zu spüren, wenn eine eigene Projektidee Realität wird, ist es was das Ehrenamt vor Ort lebendig hält. Dafür bietet die LEADER-Förderung ein wertvolles Instrument,“ freut sich Bernd Kuse, Bürgermeister von Straelen und aktuell Vorsitzender der LEADER-Region.
„Es hilft immer wieder im Austausch zu sein und über den Tellerrand zu schauen. LEADER verbindet Kommunen und Menschen über Kreisgrenzen hinweg und schafft wertvolle Begegnungen.“
Christian Küsters, Bürgermeister von Nettetal
Beim anschließenden Markt der Möglichkeiten wurde es interaktiv. An drei Ständen zu den Handlungsfeldern „Lebendige Orte, soziale Gemeinschaft und Kultur“, „Regionale Wirtschaft, Wertschöpfung und Ernährung“ sowie „Natürliche Ressourcen, Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit“ standen die Regionalmanagerinnen Rede und Antwort. Die Teilnehmenden konnten sich zu den bisherigen Projekten informieren und neue Anregungen mitnehmen. Überall gab es regen Austausch zu aktuellen Ideen und Herausforderungen im eigenen Umfeld.






Um praktisches Handwerkszeug ging es im nächsten Programmpunkt. „Wie schaffen wir es das Miteinander-Reden in unserem Umfeld zu stärken?“ lautete eine Frage, zu der einzeln und gemeinsam in schnellen Runden das
Wissen und die Ideen der Anwesenden gesammelt wurden. Für das Regionalmanagement präsentierten Anne Teller-Weyers und Anne van Rennings zudem auf die gleiche Art gesammelte Empfehlungen aus vorangegangenen Workshops, im Fokus hier waren die Aktivierung von Mitwirkung im Dorf und Geling-Faktoren für Projekte. „Jedes Dorf und jedes
Projekt tickt anderes. Es kann dennoch sehr helfen, die gesammelten Erfolgsfaktoren und Stolpersteine selbstkritisch zu hinterfragen, wenn ein neues Projekt auf den Weg gebracht werden soll, oder es mit der eigenen Idee mal nicht so läuft,“ stellt die geschäftsführende Regionalmanagerin Ute Neu fest. „Bei unseren Workshops zeigt sich immer wieder: Das Wissen ist bereits vorhanden, es hilft sich das gemeinsam bewusst zu machen und es anschließend auch anzuwenden.“
Moderatorin Andrea Franken fasste am Ende des Abends treffend zusammen: „Mehr miteinander, weniger übereinander Reden und den Mut haben die Dinge vor der eigenen Haustüre gemeinsam anzupacken, dass ist es, was unsere Region für die Zukunft lebenswert macht.“ Der intensive Austausch am Ende des Abends und die vielen zufriedenen Gesichter zeigen wieder einmal, dass Formate wie das Lei.La-Regionalforum dazu einen wertvollen Beitrag leisten können.








